Hochsensibilität

Bei Kindern und Jugendlichen

„Ich fühle was, was du nicht siehst“

Es ist mir ein Herzensanliegen an dieser Stelle zum Ausdruck zu bringen, dass jedes Kind sensibel, wertvoll und besonders ist. Ein unbezahlbares und wunderbares Geschenk. Genetisch bedingt gibt es jedoch Kinder, die ihre Umwelt anders wahrnehmen, in ihrer Veranlagung, ihren Charaktereigenschaften und Persönlichkeiten anders ausgestattet sind und somit viele Erlebnisse in mehrfach verstärkter Form erleben und leben.

Dies bezeichnet man fachlich als „hochsensibel“. Dazu zählen unterschiedliche Diagnosen, die in den verschiedensten Fachbereichen gestellt werden.

Wissenschaftstheoretische Einblicke…

Ca. 20 bis 30 Prozent aller Kinder sind hochsensibel. Das Gehirn von hochsensiblen Kindern leistet ständige Höchstarbeit. Die 300fache Verstärkung der Reize und somit der Wahrnehmung erfordert eine spezielle Tätigkeit der Neurotransmitter in beiden Gehirnhälften. Sowohl die rechte als auch die linke Gehirnhälfte sind im gleichen Maße an der Hochsensibiliät beteiligt, was wiederum auch die starke Empfindung von z. B. Träumen erklärt und das Phantasieverhalten von hochsensiblen Kinder oft als störend oder unangebracht im Alltag erscheinen lässt. Die Verarbeitung der aufgenommenen Botschaften verläuft in einem ganz unterschiedlichen Tempo, was wiederum z. B. die unterschiedliche Lerngeschwindigkeit bei hochsensiblen Kindern zeigt und erklärt oder ihr Verhalten verständlich macht.

Das HSC-Syndrom…

Als HSC Syndrom werden die Merkmale bezeichnet, die hochsensible Kinder von anderen Diagnosen unterscheidet. Mittlerweile gibt es standardisierte Testverfahren, die sowohl mit hochsensiblen Kindern als auch mit Erwachsenen gemacht werden können.

Ein sehr markantes und wichtiges Unterscheidungsmerkmal weist jedoch das Keilbein auf. Wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass viele hochsensible Kinder unter einer Verschiebung des Keilbeines leiden. Bereits minimale Verschiebungen des Keilbeines (Os sphenoidale) weisen auf die Hochsensibilität hin. Dies kann kinesiologisch bzw. ostheopatisch festgestellt werden.

Das Keilbein ist ein zentral gelegener Knochen an der Schädelbasis, der über seine beiden großen Augenflügel mit den seitlichen Schädeloberflächen im Schläfenbereich in Kontakt steht.

Laut wissenschaftlichen Studien gibt es zwei Arten von HSP. Zum einen die angeborene oder auch von einem Elternteil vererbte und zum anderen eine Übersensibilisierung durch erlittene Erlebnisse und Traumata. Ein HSP der ein schwerwiegendes Lebensereignis oder Trauma erlebt, leidet dabei extrem, da er alle Emotionen sehr viel intensiver spürt. Daraus kann sich eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln.

Ein ausgewogenes und harmonisches Familien- und Schulleben ist für hochsensible Kinder besonders wichtig, da ein liebevolles Grundcharisma dieser Kinder vorhanden ist und liebevolles Miteinander ein unabdingbares Grundbedürfnis von hochsensiblen Kindern ist.

Erkennungsmerkmale von hochsensiblen Kindern…

…feine Antennen mit großer Wirkung

…Fühlen und Spüren ist wichtiger als ausgesprochene Worte und Sprache

…feine Wahrnehmung als Grundlage

…die Tiefe der Empfindungen und Gedanken

…Kreativität im Tun, Denken und Handeln

…ruhige und nach innen gekehrte Charaktereigenschaften oder das Gegenteil

…aufgeweckte, lebhafte und nach viel Bewegung suchende Kinder

…hohe Sensibilität

…starkes Bedürfnis nach Ruhe und Stille

… Probleme mit Schnelligkeit, Leistungsdruck, Wettbewerb

…verträumte Persönlichkeiten

…oft mangelndes Selbstbewusstsein

…viel Mitgefühl, große Hilfsbereitschaft

…großes Interesse an lebensnahem Lernen

…besonders guter Umgang mit Tieren

…besonders hohes Naturbedürfnis

…ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl

…intensives Bedürfnis nach Zuwendung, körperlicher Nähe

…Angst vor Liebesentzug

…sensitive Fähigkeiten

Was hochsensible Kinder brauchen…

…Ruhe, Stille, Entspannung

…Regelmäßigkeiten, Rituale, Rhythmus

…viel Raum der Reflexion

…genügend Raum des Rückzugs

…ausreichend Platz für Spiel und Kreativität, künstlerische Betätigung

…intensiver Kontakt zu Natur und zu Tieren

…gelebte Achtsamkeit

…wertschätzende Wahrnehmung

…im pädagogischen/schulischen Alltag: eigenes Lerntempo, wertschätzende und geduldsame Haltung der PädagogInnen, genügend Freiraum für Kreativität in jeder Hinsicht (www.bildungsraumentfaltung.at)

…fester Halt im Leben und Achtsamkeit in der Erziehung

…spirituelles Angebot

… Bewegung, Sport

…positive Gedanken

… Stärkung des Selbstbewusstseins

…achtsame und wertschätzende Berührung, Körperkontakt

…bedingungslose Liebe

…Halt, Rückhalt und Stütze vom Außen

…angenommen und wahrgenommen werden, mit all

den Fähigkeiten und Gaben, die jedes Kind in sich trägt

Hochsensible Kinder und ihre Ausdrucksformen…

Oft werden folgende Ausdrucksformen und Verhaltensweisen bei hochsensiblen Kindern erkannt und beobachtet…

…Teilleistungsschwächen (Legasthenie, Dyskalkulie)

…Wahrnehmungsstörungen

…Schulverweigerung#

…Schlafprobleme

…Angstzustände

…hohes Aggressionsverhalten

…niedere Frustrationsgrenze

…Asperger Syndrom, Autismus

…ADS, ADHS

…Borderline, Auffälligkeiten in Entwicklung und Persönlichkeit

…psychosomatische Beschwerden (z. B. Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme, Übelkeit, Kopfschmerzen, Neurodermitis, usw.)

Eine fachliche Abklärung und Begleitung können Erleichterung und Unterstützung im Alltag von hochsensiblen Kindern bringen.

Ich biete Ihnen diese fachliche Abklärung an. In Folge arbeite ich gerne eine Begleitung für Sie und Ihr Kind mit Ihnen gemeinsam aus.

Ein Segenswunsch für alle Kinder dieser Erde…

Ich will dich achten, wie mich selbst.

Nichts will ich dir vorenthalten, was mir wichtig ist.

Alles will ich mit dir teilen, was ich habe und kann.

Nichts will ich dich lehren, was ich nicht selbst lernen möchte.

Alles will ich dir schenken, was mein Leben erfüllt.

Nichts will ich dir verschweigen, was gesagt werden kann.

Alles will ich von dir erfahren, auch das Falsche und Schwere.

Nichts will ich nicht sehen, weil es mir gleichgültig wäre.

Alles will ich mit dir besprechen, auch das Unwahre und Schlechte.

Nichts will und kann ich dir ersparen, auch nicht die Angst, Trauer und Schmerz.

Alles will ich tun, dich durch diese Zeiten tragen zu können, die dich lehren, das zu sein, was du bist.

Nichts will und kann ich von dir zurückweisen, vor allem nicht Vertrauen, Zärtlichkeit und Liebe.

Alles will ich von dir annehmen was du mir schenkst, auch Augenblicke und Momente der Herausforderung.

Nichts will ich an der Welt verändern, was deine Zukunft gefährden könnte.

Alles will ich tun, um dich in und auf deinem Weg zu begleiten.

Alles will ich tun, damit ich dich stets in meinem Herzen, in meiner Seele sicher tragen kann durch alle Gezeiten meines, unseres DaSeins.

Alles will ich tun, um dir die Welt als kostbares Gut zu überlassen, so wie es unsere Eltern für uns getan haben.

In den Kindern erlebt man sein eigenes Leben noch einmal, und erst jetzt versteht man es ganz.

Meine Angebote und meine Begleitungen richten sich an Einzelpersonen, Kinder, Jugendliche, Familien, Institutionen oder andere Personengruppen für Coaching und Supervision.

Ich freue mich auf Sie!